… den erhoffen sich am heutigen “Vatertag” sicherlich alle…
Bevor ich meine Recherche startete, habe ich meine vorhandenen Gedanken zum Vater- und Muttertag sortiert. Denke ich an den Muttertag, so fallen mir viele Dinge ein: Die Frau braucht Blumen, Parfum, kleine Aufmerksamkeiten – sie sollte auf jeden Fall beschenkt werden, will man(n) guter Ehegatte, Tochter oder Sohn sein.
Bei dem Stichwort “Vatertag” dagegen, sehe ich feiernde Männer vor meinem inneren Auge. Dabei bedarf es bei Weitem nicht des Status “Vater”. Feucht fröhlich wird auf dem Fahrrad mehr oder weniger geradeaus gefahren. Sorry, liebe Männer – vielleicht ein blödes Vorurteil, aber so ist es in meinem Kopf
Das Schöne daran: erwartet wird – nix!
Ich habe mich gefragt, warum ist das denn eigentlich so? Erfreut sich die Frau tatsächlich an Blumen und der Mann an einem Tag Freiheit unter Männern? Oder ist es nicht viel mehr einfach irgendwann so entstanden und es gibt ganz andere Hintergründe? Gerade in der heutigen Zeit, in der auch Mann in den Erziehungsurlaub geht oder den Haushalt schmeißt und sich die traditionelle Rollenverteilung zum Glück mehr und mehr auflöst, sollte doch auch tatsächlich der Vater geschätzt und sein Einsatz als Papa gewürdigt werden.
Der Ursprung des Vatertages findet sich in den USA. Zurückzuführen ist der Feiertag auf Sonora Smart Dodd (1882–1978), deren Vater im Sezessionskrieg 1861–1865 gekämpft hatte (Quelle: Wikipedia). 1910 rief sie, beeinflusst durch die Einführung eines Muttertages, eine Bewegung zur Ehrung von Vätern ins Leben. Erstaunlich an diesem Ursprung finde ich, dass nicht etwa ein Mann auf die Wichtigkeit von Vätern aufmerksam machte, sondern es eine Frau war, die diesen Tag initiierte.
In vielen Ländern dieser Erde wird der Vatertag zelebriert. So wird der “Männertag” in Thailand Wan Phor geschimpft und es werden “hervorragende Väter des Landes” ausgezeichnet. In den Niederlanden wird am “vaderdag” den Vätern das Frühstück ans Bett gebracht und es werden typische „Männergeschenke“ überreicht wie Krawatten, Socken, Zigarren, Rasierapparate, Elektronikartikel oder Selbstgebasteltes. Auch schön!
Einige geschiedene Väter nutzen die Gelegenheit, um sich für die Bewegung Fathers 4 Justice – kurz F4J einzusetzen. Dies bedeutet so viel wie “Väter für Gerechtigkeit” und es handelt sich um eine weltweit aktive Interessens-gruppe, welche sich für ein gemeinsames Sorgerecht, Familienrechtsformen und Vaterrechte einsetzt. Ein – wie ich finde – sehr wichtiges Thema!
Liebe Männer, wir gönnen Euch heute von Herzen einen schönen Tag. Was auch immer Ihr vorhabt und Euch Gutes tun wollt – viel Spaß dabei! Wir sind froh, dass es Euch gibt

hans-freitag.de
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