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Es war einmal – Teil 2

17.06.2011 Unsere Mitarbeiter

4 Kommentare Anita Freitag-Meyer

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Der erste Teil dieser kleinen Serie endete in den 1950er Jahren. Die Verdener Keks- und Waffelfabrik nahm Teil am deutschen Aufschwung und entwickelte sich schnell zu einem überregionalen Lieferanten für leckeres Gebäck.

Der ganze Stolz: der erste LKW
Anita und Hans Freitag, 50er Jahre...

Meine noch recht jungen Großeltern – Hans und Anita Freitag – waren aber nicht nur mutige Unternehmer, sondern hatten sich auch leidenschaftlich dem Reitsport verschrieben. Ihre Tochter, Renate Freitag, zählte bereits mit 13 Jahren zu den besten Springreiterinnen Deutschlands und war auch international erfolgreich. Wie erfolgreich und wie sehr das so manchen Reitstars der damaligen Zeit ein Dorn im Auge war, zeigt dieser Spiegel-Artikel von 1957.

In den Jahren 1956-58 war Sie die beste Amazone des Deutschen Springchampionats und gewann mit ihrer Stute Freya, die auch von Alwin Schockemöhle geritten wurde, zahlreiche Springturniere.

Renate Freitag auf Freya

Das aufwendige Turnierleben und die anspruchsvollen Pferde erforderten viel Engagement in zeitlicher und natürlich auch finanzieller Hinsicht von Hans Freitag sen. Doch der Erfolg gab dem Team aus Vater und Tochter Recht und so gehörten sie zur absoluten Spitzenliga im damaligen Reitsport.

Die Unterstützung und Förderung seiner Tochter Renate war neben der Keksfabrik sein Lebensinhalt. Als Hans Freitag 1960 während eines Turniers in Turin am 4. Herzinfarkt stirbt, entscheidet die Familie, dass die Zeit des großen Reitsports vorbei ist. Renate verabschiedet sich 1962 mit 19 Jahren aus dem professionellen Reitgeschehen.

Es lag nun sehr viel Verantwortung auf der jungen Witwe Anita Freitag, die fortan die Geschäfte führen sollte. Schon früh zeichnete sich ab, dass ihr Sohn Hans Freitag jun. sich für das Unternehmen, das mittlerweile ca. 120 Mitarbeiter beschäftigte, interessiert und mit Feuereifer an die Ausbildung geht.

Hans Freitag mit seinem noch kleinen Sohn Hans, der einmal in seine Fußstapfen treten wird. Leider stirbt der Vater, als der junge Hans erst 14 Jahre alt ist.

Die 1960er Jahre beginnen und für meinen Vater heißt es „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“!

Demnächst lesen Sie mehr in Teil 3 der Unternehmensgeschichte ..



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4 Antworten auf „Es war einmal – Teil 2“

  1. Liebe Anita,
    Dein Blog: Es war einmal! Hat mich sehr berührt, betraf er doch meine Kindheit
    Und Jugend. Dein Grossvater/unser Vater hat uns durch seine Persönlichkeit
    und seine Leidenschaft für seine Familie, sein Unternehmen und seine Pferde
    so geprägt, dass meine Erinnerung an ihn mich heute noch mit grosser Dankbar-
    keit erfüllt. Sein Motto:“Wenn wir etwas machen, machen wir es mit ganzem
    Herzen!“ hat er uns vorgelebt und in den wenigen Jahren, die er bei uns war,
    vermittelt.
    In Deinem Brief zu Hans Geburtstag nanntest Du Ihn einen Vollblutunterneh-
    mer! Ja, er ist es und genauso habe ich meinen Vater damals Ende der
    fünfziger Jahre genannt!

    Eine kleine Ergaenzung noch zu meinem Leben, von 1971 – 1984 habe auch ich
    Mit viel Freude in der Abteilung Verkauf für das Unternehmen gearbeitet.
    Auch wenn ich seit vielen Jahren nicht mehr Gesellschafterin bin, bin ich
    dem Unternehmen immer von Herzen verbunden und wuensche Dir weiterhin
    viel Erfolg.

    In herzlicher Verbundenheit
    Deine (alte Tante) Renate

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