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Wer bloggt, bleibt!

15.12.2011 Ältere Beiträge

1 Kommentare Anita Freitag-Meyer

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Martin Meyer-Gossner

Heute schreiben wir hier mal nicht selbst, sondern posten Euch einen Artikel von Martin Meyer-Gossner, Marketing- und Vertriebsberater sowie Managementtrainer, der diesen Artikel auf seiner Seite TheStrategyWeb  veröffentlicht hat.

 

 

 

Corporate Blogs gehört auf webstrategischer Ebene in meinen Augen die Zukunft. Sie werden eine tragende Rolle in der digitalen Markenführung der Zukunft spielen. Aus diesem Grund werden wir jeden Monat im Jahr 2012 die Blogger eines Firmenblogs interviewen und Einblicke in die Welt der Corporate Blogs liefern.

Die Idee zu der Serie „Wer bloggt, bleibt!“ entstand nach einer Crowdsourcing Testaktion, bei der ich mit meiner Familie mitmachen durfte und so den Begriff „Krümelsourcing“ geprägt habe. So darf auch das Keksblogs den Startschuss machen…

Die Macher, Anita Freitag-Meyer und Linda Grohe, sind seit März 2011 mit dem Firmenblog von Hans Freitag aktiv. Mittlerweile erzielt das Keksblog im Monat bereits 15.000 – 20.000 Seitenabrufe und bei Facebook ha das Unternehmen rund 1.600 treue Fans.

Zeit also, die beiden Gründerinnen zu befragen, was der Beweggrund des Blogs und der dortigen Aktivitäten ist.

Martin Meyer-Gossner Sie haben eine Crowdsourcing Aktion gemacht, bei der Sie Probierpäckchen an Leser ihres Blogs verschickt haben. Was hat Sie zu dieser Aktion bewegt?

Anita Freitag-Meyer Uns ist es wichtig zu erfahren, was die Leute „da draußen“ wirklich wollen. Was schmeckt dem Endverbraucher, was eher nicht. Besser und direkter als über Social Media kann man unseres Erachtens derzeit nicht mit dem Endverbraucher kommunizieren und in den Kontakt kommen. Außerdem möchten wir unseren Kunden zeigen, wer wir sind. Das Vertrauen der Endverbraucher in die Lebensmittelindustrie ist leider weniger geworden. Wir denken, dass nur durch einen offenen und vor allem ehrlichen Dialog  Ängste genommen werden können.

Martin Meyer-Gossner Hat die Community ihres Blogs ihnen auf die Testaktion irgendwelche neuen Erkenntnisse zur Qualität, Produktsortiment oder Vorlieben geliefert?

Anita Freitag-Meyer Wir denken, das Feedback ist aus zweierlei Blickwinkeln zu sehen:
1. Es ist schön zu hören, wenn es den Leuten schmeckt und auch in der Tüte unsere Philosophie „Wir backen mit Herz und Verstand“ beim Endverbraucher ankommt. Stellen Sie sich einen Bäcker bei Hans Freitag vor, der täglich voller Motivation backt, eine Dame in der Verpackung , die täglich mit Sorgfalt darauf achtet, dass die Tütchen auch hübsch und vor allem gut verschlossen unser Haus verlassen. Wie selten bekommen diese Menschen ein Feedback oder Anerkennung vom Endverbraucher. Richtig: eigentlich nie. Social Media macht es möglich. Viele Kundenstimmen drucken wir aus und hängen diese in der Kantine bei uns auf. Das Lob oder auch die Kritik der Endverbraucher gilt uns allen. Jedem einzelnen Menschen, der hinter der Firma „Hans Freitag“ steht. Also 1.) bringt es viel Motivation für das ganze Team.
2. Auch in der Produktentwicklung hat uns die Community schon sehr häufig einen Weg aufgezeigt, den wir alleine vermutlich nicht gegangen wären. So gab es z.B. einen Produkttest innovativer Gebäcke u.a. mit Mohn oder Flor de Sal. Wir wählten 10 Tester aus, die allesamt so motiviert waren, dass sie den Test weitergaben und wir somit 40 (!!) ehrliche Meinungen verzeichnen konnten. Fazit/ Kommentar der Tester „Ganz nett, aber das würde ich im Laden nicht kaufen“. Die Community hat uns so vor einer Fehlinvestition bewahrt. Auch bei der Auswahl neuer Packungdesigns war der Geschmack der Menschen, die unser Gebäck im Regal kaufen ein anderer als  der unsrige. Betriebsblindheit oder eingefahrene Linien werden reflektiert und Dank der Community revolutioniert. Natürlich bleiben wir uns dabei treu, aber – wir nehmen die Wünsche und Gedanken unserer Leser ernst und schaffen eine Symbiose aus beiden Meinungen. Das klappt sehr gut und wir sind zufrieden mit den Ergebnissen. Wir sind „frischer“ geworden.
 

Martin Meyer-Gossner Wieviel Zeit und täglichen Aufwand kostet es Sie und ihre Kollegin Frau Grohe das Blog zu betreiben?

Anita Freitag-Meyer Man kann es nicht in Zahlen ausdrücken, die Zeit ist nicht messbar. Wir arbeiten neben unseren herkömmlichen Tätigkeiten im Bereich Social Media. Wir sind meistens ansprechbar und online (außer wir schlafen) fast immer erreichbar. Ohne eine Affinität zu Social Media wäre diese Arbeit nicht möglich. Nettozeit sind es ca. 1-2 Stunden täglich. Unsere Artikel auf dem Keksblog schreiben wir oftmals abends oder am Wochenende. Ideen kommen spontan und werden notiert. Bei Social Media vermischt sich Geschäftliches mit Privatem. Man muss es lieben und leben, sonst funktioniert es nicht und ist nicht authentisch.

Martin Meyer-Gossner Welche Erfolge können sie mit dem Keksblog verzeichnen und welche Ziele wurden -Hand aufs Herz- noch nicht erfüllt?

Linda Grohe Wir freuen uns, dass vermehrt auch andere über uns berichten; kürzlich gab es z.B. einen Artikel bei „Die Finanznachrichten“. Außerdem erzielen wir viel Aufmerksamkeit bei der Presse, Frau Freitag-Meyer wird viel und gern zu Interviews oder Vorträgen geladen. Das ist toll, denn so können wir auch erzählen, was wir vertreten und einiges bewegen. Jüngst trat Frau Freitag-Meyer so vor den „Großen“ der Süßwarenindustrie bei dem diesjährigen Süßwarenkongress in Berlin auf und referierte über unser Keksblog. Noch nicht erfüllt: der 10.000 te Fan bei Facebook. 😉 Aber wir freuen uns über jeden, der bereits Fan ist und vor allem Fan bleibt.

Ihr Rat an Unternehmen, die in Social Media aktiv werden wollen, oder schon sind: „Ehrlich sein und die Community ernst nehmen.“

Macht weiter so liebe Keksbloggerinnen, Anita Freitag-Meyer und Linda Grohe.

 



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Eine Antwort auf „Wer bloggt, bleibt!“

  1. ein kleines „aber“ muss erwähnt werden…….
    es gibt bei den „gefällt mir“ fans auch eine anzahl von gewinnspiel/tester user die nur auf gewinne oder test produkte aus sind……..danach hört und sieht man nichts mehr.
    erst bei erneuten aktionen treten sie wieder in erscheinung…..
    (sorry…… hoffentlich bin ich keinem auf die füße getreten)
    aber durch die tägliche beobachtung der social-media-girls (AFM und LG)…..wissen sie schon ein weißes von einem schwarzen schäfchen zu unterscheiden…..
    schön ist immer die freundliche, zuvorkommende und liebe art …..die einem vermittelt
    “ hier bist du richtig „

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