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Stevia – die Lösung für kalorienarmen Genuss?

12.12.2011 Ältere Beiträge

15 Kommentare Anita Freitag-Meyer

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Im Moment liest man (zumindest in der Fachpresse) viel über den seit Mitte November in der EU erlaubten neuen Zusatzstoff  Stevia. Als Wunder-Süßstoff macht er Hoffnung auf einen stark Kalorien reduzierenden Genuss von Lebensmitteln und Getränken. Doch ist das Süßungsmittel, das aus der Nutzpflanze Stevia Rebaudiana gewonnen wird, wirklich eine Offenbarung und wird es auch den Gebäckmarkt revolutionieren?

Stevia Pflanze

Wir haben uns mit dem Thema beschäftigt und nicht nur, dass Stevia einen nicht gewünschten Beigeschmack nach Lakritze hat und die Qualitäten noch sehr schwankend sein sollen, das größte Problem für die Gebäckindustrie ist das fehlende Volumen des Teiges. Wenn man Zucker weglassen und stattdessen mit Stevia süßen würde, fehlt es dem Teig schlicht und einfach an Masse, denn Stevia ist ca. 300 Mal süßer als Zucker und müsste entsprechend wesentlich niedriger dosiert werden. Außerdem hat Zucker weitere positive Eigenschaften, die sich auf die Konsistenz des Gebäcks (den „Biss“) und die Bräunung auswirken.

Stevia kommt ursprünglich aus Südamerika, doch mittlerweile kommen mindestens 95% des Anbaus aus China. Stevia steckt momentan (zumindest in Europa) noch in den Kinderschuhen und die weltweit agierenden Nahrungsmittelkonzerne werden ihre Forschungen und Produktentwicklung sicherlich mit dieser alternativen Süße voran treiben. Bleibt abzuwarten, ob wir bald die ersten Produkte mit dem Zucker-Killer in den Regalen finden werden…

Bei uns stehen weder Stevia noch andere Zuckeraustauschstoffe momentan zur Diskussion. Wir backen weiterhin mit Zucker.

 



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15 Antworten auf „Stevia – die Lösung für kalorienarmen Genuss?“

  1. Hallo Keksblog 🙂

    Habe zuhause letzte Woche Kekse und Stollen gebacken, mit Zucker aber auch mit Stevia drin vermischt.

    Zucker ganz weglassen kann man nicht, wie auch im Artikel beschrieben und wegen der Konservierung. Habe aber 30% des Zuckers weggelassen und durch Stevia ersetzt, man will ja hin und wieder süße Sünden begehen und trotzdem nicht zu viele Kalorien zu sich nehmen.

    Punkto Geschmack kein Unterschied, Volumen war ganz leicht geringer, und nach Lakritze hat es auch nicht geschmeckt. Für mich ein voller Erfolg und ab diesem Jahr wird wohl jedes Gebäck mit 30% weniger Zucker auskommen müssen. Meine Waage freut sich und ich mit!

    Einfach mal probieren würde ich sagen 🙂

    1. Hallo Peter,
      ich habe auch schonmal mit Stevia gebacken. Muffins waren es. Eine wirklich gute Alternative. Keine Kalorien und trotzdem um so viel süßer als Zucker. Man muss nur auf die Menge aufpassen.

    2. Hallo Peter, das hört sich ja richtig interessant an. Vllt wird auch das Stevia bald in unserem Weihnachtsgebäck drinne sein 🙂
      Das werde ich auch mal mit dem Stevia ausprobieren, hört sich echt lecker an
      Viele
      Grüße

  2. Das mit dem Volumen stimmt, wenn man Steviosid verwendet. Steviosid ist normalerweise nicht für den Tisch oder die Küche geeignet, weil es schwer zu dosieren ist.

    Aber es gibt ein Produkt, das extra zum Backen – speziell für feines Gepäck – gedacht ist. Stevia Culinaria – der Name ist Programm 🙂 Hier der Link dorthin. http://www.yerbabuena-shop.net/epages/61900350.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/61900350/Products/S-culinar

    Beste Grüße aus Paraguay – der Heimat der Stevia!

  3. Ich glaube auch nicht, dass man Zucker komplett durch Stevia ersetzen kann, ohne wieder ein Kunstprodukt zu schaffen. Wie Sie schon schreiben, gibt Zucker dem Teig einfach eine besondere Konsistenz, die auch durch andere Süßstoffe nicht zu ersetzen ist. Wobei ich zwar Stevia zum Tee süßen verwende (und zwar die Blätter direkt von meiner Pflanze), aber auf andere Süßstoffe komplett verzichte, nachdem ich einen hochinteressanten Artikel dazu gelesen habe, vgl. http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/180934.html – es gilt wie immer: lieber die natürliche Alternative, nämlich Zucker oder Stevia, verwenden. Allerdings in Maßen. Wie sagte schon Paracelsus: Die Dosis macht das Gift!

  4. Hallo Annelie, danke für den Link zu dem sehr ausführlichen Artikel über Süßstoffe und Co. Ich habe neulich versucht (im Rahmen meiner rituellen Jahresanfangsdiät…) meinen Kaffee mit Stevia-Süßstofftabletten zu süßen. Ging gaaar nicht – es schmeckte fürchterlich (ich kann gar nicht beschreiben wonach, einfach fremd und unangenehm). Ich lasse nun erstmal die Finger von Stevia und habe wieder einen Natreen-Spender auf dem Schreibtisch…jedoch: Zucker ist einfach nicht zu ersetzen!

  5. Nein, im Kaffee geht Stevia wirklich überhaupt nicht. Ich denke, ab und zu ein Natreen wird auch nicht dramatisch sein 😉
    Hauptsache, man verzichtet auf Aspartam. Diesen Süßstoff sollte man wirklich nicht einsetzen. Er steht u.a. im Verdacht, Kopfschmerzen und Migräne hervorzurufen.
    Man gewöhnt sich übrigens mit der Zeit an Kaffee ohne Süßungsmittel 😉

  6. Interessantes Thema. Ich habe auch erste Backversuche mit Stevia hinter mir und muss sagen, dass ich bisher nicht enttäuscht bin. Ein paar Versuche hat es zwar gebraucht aber nun gelingen mir die meisten Rezepte. Ich habe zum Thema Stevia auch auf http://www.steviaratgeber.de/stevia-ratgeber-online-version viele hilfreiche Informationen gefunden.
    Prinzipiell würde ich also Kekse mit Stevia schon begrüßen, wäre sicherlich eine nette Alternative….

    Viele Grüße
    Irena

  7. Ich wusst garnicht, dass es hier so ein Interessantes Thema gibt.
    Ich finds schade dass man wenn man Stevia nehmen würde trotzdem noch Zucker braucht. Hab Stevia auch leider noch nicht ausprobiert.
    Wenn Stevia keine Alternative ist wieso dann nicht einfach etwas weniger Zucker nehmen?
    Ich machs z.b. beim Kuchen backen so, dass ich einfach weniger Zucker nehm.
    Muss ja nicht immer alles ganz so süss sein.

    Liebe Grüße

    AnonymeFrau

  8. Ich weiß nicht recht was ich von Süßungsmitteln wie Stevia und Co. halten soll. Einerseits kann man damit toll Kalorien einsparen und hat das Gefühl sich gesünder zu ernähren. Aber ist das wirklich so? Ich habe mal gehört, dass der Körper aufgrund dieses „Täuschungsmanövers“ vermehrt Insulin ausschüttet und dadurch das Gehirn auf „Heißhunger“ getrimmt wird. Stimmt das, hat da jemand Ahnung davon?

  9. Sehr interessantes Thema, das du hier aufgreifst.
    Leider sind manche Menschen, wie ich auf Stevia angewiesen und auch wenn deine Überlegungen plausibel klingen, backe ich trotzdem mit Stevia.
    Ich weiß zwar nicht ob es vielleicht an der Qualität liegt, wie der Kuchen oder die Kekse am Ende herauskommen, doch bei mir gab es bisher keine Probleme.
    Verwende auch ein etwas teureres und hochwertigeres Produkt aus dem Internet: https://www.steviakaufen.com/stevia-fluessig
    Doch muss ich sagen, dass Kuchen mit Stevia gar nicht mal so schlecht schmeckt. Sogar meine Freunde sagen, sie merken keinen großen Unterschied.
    Man muss nur wissen wie;)

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