Das süße Herz Deutschlands

Noch bis zum 15.04.2012 zeigt das Industriemuseum Chemnitz eine Sonderausstellung zum Thema “Schokolade”. Sachsen verbindet eine lange und ganz besondere Geschichte mit der süßen Masse. In Dresden entstand nämlich 1839 die erste Milchschokolade der Welt. Ein Rundgang durch die Ausstellung bietet den Gästen Eindrücke von der industriellen Herstellung sowie den mittteldeutschen Wurzeln der Schokolade.

Milchschokolade

Kakao – eine alte Pflanze mit beruhigender Wirkung

Die ersten Kakaopflanzen bewußt angebaut und gepflegt haben die Maya um 600 n. Chr.. Die Planze selbst ist aber noch wesentlich älter – geschätzt wird sie auf über 3.000 Jahre.  Die Kakaopflanze war schon früh etwas Besonderes – für die Maya war sie göttlichen Ursprungs, in Mexiko galt Schokolade als “berauschendes Lebensmittel”. Wie leider oft in früheren Zeiten: den Frauen und den “normal” situierten Menschen blieb die Gaumenfreude vorenthalten. Zum Glück haben sich die Zeiten aber ja geändert und selbst Frau darf heute geniessen. :-)

KakaobohneKakao wurde einst aber auch als Zahlungsmittel eingesetzt. Ausschlag-gebend war dabei die Optik der Bohne. 1544 dann wurde Schokolade erstmals als Getränk am spanischen Hof getrunken. Die Schokolade schmeckte den Europäern ungesüßt jedoch nicht.

Populär wurde Schokolade in Europa erst nach der Zugabe von Honig und Rohrzucker. 1673 schenkte der Holländer Jan Jantz von Huesden erstmals öffentlich Schokolade ganz bei uns in der Nähe – nämlich in Bremen aus. Kakao wurde durch seine kräftigenden Eigenschaften auch als Medizin gehandelt. Aber das ist er ja auch heute noch – Schokolade ist und bleibt für viele ein Seelentröster.

Jordan TimaeusAls älteste, bestehende Schokoladen-fabrik Deutschlands benennt meine Freundin Wikipedia die Halloren Schokoladenfabrik in Halle (Saale). Das Unternehmen ging aus einer im Jahre 1804 gegründeten Konditorei hervor. In Dresden wurde 1823 die Schokoladen-fabrik Jordan & Timaeus gegründet und die erste Milchschokolade hergestellt. 1839 gründete der junge Franz Stollwerck in Köln seine Mürbebäckerei, die er später gemeinsam mit seinen fünf Söhnen zum Großunternehmen Franz Stollwerck & Söhne ausbaute. Die Gebrüder Stollwerck AG entwickelte sich später zu einem der größten Schokoladen-produzenten Deutschlands. Ein weiterer wichtiger Schokoladehersteller war der Belgier Joseph Emile Hachez. Er begann 1890 mit der Produktion am Standort Bremen. Hachez ist ein inhabergeführtes Traditions-unternehmen welches ich persönlich sehr mit der Hansestadt verbinde.

Ein weiterer Tipp für Schokoladenfans – das von der Firma Hachez ins Leben gerufene “Chocoversum” in Hamburg. Seit dem 03.12.2011 sind die Pforten täglich von 10.00 – 18.00 Uhr geöffnet und die Besucher können sich auf eine spannende Reise, “entdecken, erleben, mitmachen” durch die Welt des Kakaos begeben. Ich selber war leider noch nicht da, aber das wird ganz bald in Angriff genommen! Die Bilder aus dem Chocoversum laden sehr dazu ein.

Chocoversum Pralinentresen

Chocoversum Pralinentresen

Chocoversum - Kakao Roestung
Chocoversum – Kakao Roestung

    Ein Kommentar

    1. auch zu empfehlen ist das schokoladenmuseum in köln……

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