Biosprit – nein Danke!
Biosprit macht Zucker knapp und teuer!
Durch die vermehrte Verwendung von Zucker für die Bioethanolproduktion leidet die Lebensmittel- und Getränkewirtschaft unter einem Versorgungsengpass bei Zucker. Dieser Engpass hat in der EU zu einer deutlichen Preiserhöhung von Zucker geführt. Darf man der Statistik glauben, so hat sich der Preis für Haushaltszucker in den letzten 12 Monaten um rund 22% erhöht!
Das wirkt sich natürlich auch auf diverse zuckerhaltige Produkte aus und so mussten Verbraucher infolge der Zuckerpreiserhöhung bei vielen Artikeln tiefer in die Tasche greifen.
Auch unsere Kekse und Waffeln bleiben davon nicht verschont. Schon mehrfach haben wir HIER oder HIER auf die Rohstoffsituation hingewiesen und auch beim Thema Zucker sind wir wieder mit dabei.
Der Zuckeranteil unserer Produkte liegt bei Keksen etwa bei 25% und bei Waffeln liegt er je nach Produkt und Cremefüllung noch höher.
Wir sind gegen eine Konkurrenz zwischen Lebensmittel – und Energiewirtschaft, denn Lebensmittel gehören auf den Teller und nicht in den Tank!

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Gibt es gute Alternativen? Das sich durch Nachhaltigkeit der Kakao verteuert wurde einige Beiträge zuvor als verschmerzbar bezeichnet. Bei Zucker ist es anders? Wie wird der Lebensmittelanbau als reines Futtermittel bewertet? Ist doch seit Jahrzehnten die Praxis, oder?.
Für uns als Lebensmittelhersteller ist eine stabile, oder zumindest nachvollziehbar kalkulierbare Preisgrundlage für unsere Rohstoffe sehr wichtig. Die Rohstoffkrise der vergangenen Jahre hat viele mittelständische Betriebe in ihrer Existenz bedroht, weil eine zeitnahe Anpassung der eigenen Verkaufspreise oft nicht möglich war. Aus dieser Sicht sind wir unbedingt dafür, dass Lebensmittel, dass Rohstoffe im Allgemeinen, sei es Zucker oder Getreide, auch zur Verarbeitung in der Lebensmittelbranche vollumfänglich zur Verfügung stehen, und nicht “verfeuert” werden.
Nun kommt ja momentan nicht nur die Biosprit-Diskussion auf, sondern ebenso die Börsenspekulationen mit Rohstoffen sowie die Dürre, die droht eine neue Rohstoffkrise herauf zu beschwören.
Ich verhehle nicht, dass es in unserer Position vorrangig um die wirtschaftliche Grundlage unseres Betriebes geht. Nicht aus Profitgier, sondern um nachhaltige Substanzsicherung unseres Familienbetriebes, der Arbeitgeber für 350 Mitarbeiter ist. Aber, und auch das erachten wir als absolut wichtig: Rohstoffe, die zu Bioethanol verarbeitet werden, stehen Menschen in den ärmsten Region der Welt nicht zur Ernährung zur Verfügung…obwohl das sicher erst auf den zweiten Blick gesehen wird, hier bei uns in Deutschland zumindest.
Hier noch ein Link zum Thema:
http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/rundschau/e10-biosprit-lebensmittelpreise-100.html
Ich hoffe, dass ich Ihnen hiermit etwas näher erläutern konnte, warum wir gegen Biosprit sind. Viele Grüße, Anita Freitag-Meyer
Gern können Sie mir auch mailen: freitag-meyer(at)hans-freitag.de
öhm.. verstehe ich das richtig ???du hoffst, dass zucker im laden nicht zu teuer wird?ja aber warum denn das?durch hohe verbraucherpreise bleibt vielleicht ENDLICH MEHR beim landwirt hängen!